Kartoffelsalat, Cuba Libre und Europapokal – Jahresrückblick 2014

Nachdem ich heute meinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr hatte und dieses gefühlt auch schon vorbei ist, wird es höchste Zeit das Reisejahr 2014 einmal Revue passieren zu lassen. Wo waren wir eigentlich überall?

Österreich

Im Januar verbrachten wir ein paar Tage in Lech am Arlberg. Entgegen unserer sonstigen Reisegewohnheiten waren wir in sportlicher Mission unterwegs und haben die Skipisten unsicher gemacht. Trotz der einen oder anderen Bruchlandung und einer Piste, die rot markiert war, aber tiefschwarze Abschnitte enthielt, haben wir beide diesen Ausflug letztlich trotz einiger Zweifel an der erwähnten schwarzen Abfahrt überlebt.

ÖS14

Burghausen

Ja, es war bei weitem nicht die einzige Auswärtsfahrt mit dem F.C. Hansa in diesem Jahr gewesen. Alle aufzuzählen würde aber diesen Rahmen sprengen und so muss Burghausen als die legendärste Fahrt als Beispiel herhalten.

Es war Ostern und wir waren Karfreitag auf Familienbesuch in Brandenburg. Mit dem Nachtzug hatten wir eine Verbindung geplant, mit der wir locker eine Stunde vor Abfahrt unseres Zuges  in Richtung Burghausen in Hamburg angekommen wären. Leider hatte der CNL mit Schweizer Besatzung eine Stunde und drei Minuten Verspätung, sodass wir bei der Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof unseren Zug mit dem Rest unserer Reisegruppe hatten ausfahren sehen.

20140419_060254Da es aufgrund des Osterfestes ein langes Wochenende war und wir sonst nix zu tun hatten, sind wir direkt in die S1 umgestiegen zum Flughafen gefahren. Dort kamen wir gerade noch rechtzeitig an, um Tickets für den Flug nach Nürnberg um halb sieben zu bekommen, wo wir erst in Ruhe am Hauptbahnhof frühstückten und dann beim Umstieg den Rest der Reisegruppe überraschten.

Der Rest ist Geschichte. Hansa hat nicht gut gespielt, aber trotzdem gewonnen, es gab großartigen selbstgemachten Kartoffelsalat und Bouletten und die Rückfahrt fand mit dem legendären IC 2020 ab Frankfurt statt.  AFDFCH.IC2020

Kuba

Im Sommer haben wir zwei Wochen auf Kuba verbracht und sind mit dem Mietwagen einmal quer über die Insel gefahren. Dabei haben wir ein tolles Land, einen sehr entspannten Schlag Menschen und tolle Natur erleben dürfen.

Blick auf das Valle de Viñales

Am besten in Erinnerung wird sicherlich die Fahrt mit 50 PS über die Landstraße 20 von Santiago nach Pilon bleiben. Und zwar nicht, weil die Umgebung so schön war (obwohl sie es tatsächlich war), sondern weil wir auf der Strecke mehrfach dem Tod oder zumindest dem Motorschaden (der dort ersterem gleich kommt) ins Auge sehen konnten.

Unvergessen, wie der Kia Picanto im Fluss stecken blieb oder mit der Kraft von mindestens 100 PS den Berg hinauf stotterte. Unvergessen auch, wie er, einem Geländewagen gleich, ganze Steinpisten bewältigt hat.

12 Santiago - Baracoa (38)

Auf Kuba gibt es eine ganze Menge Dinge, die es nicht gibt. Damit lernt man aber, was man eigentlich zum Leben braucht und dass die wichtigsten Dinge nicht mit Geld gekauft werden können. (Abgesehen von Toilettendeckeln, Autoreifen und Gewürzen…)

Serbien

Im Oktober weilten wir währen unserer Europapokal-Reise zwei Tage in Belgrad, um dem großen Stadtderby zwischen Partizan und Roter Stern Belgrad beizuwohnen. Wir sahen in Belgrad insgesamt drei Spiele: FK Voždovac – FK Jagodina (1. Liga), FK Partizan – FK Crvena Zvezda (1. Liga) und Hajduk Lion – BASK (3. Liga).

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Das erste Spiel konnte aufgrund seiner Spielstätte auf dem Dach eines Einkaufszentrums glänzen, das zweite Spiel aufgrund seiner Atmosphäre und allem, was drumherum passiert ist und das letzte mit der Handvoll Ultrás, die in eine Kreisligaumgebung ein wenig Glanz vom großen Fußball bringen konnte.

Zypern

Zwei Tage hatten wir in Larnaca und Nikosia, um einen Eindruck vom Land bekommen zu können. Wir lernten, mit dem Linksverkehr umzugehen (also eigentlich hat nur Denis das gelernt) und dass Zypern sehr karg und wenig grün ist.

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Einen Tag verbrachten wir in Larnaca, den anderen in Nikosia, wo wir als krönenden Abschluss zum ersten Mal Champions League live gesehen und einem jungen Apoel-Fans ohne Eintrittskarte den Zugang zum Stadion über den Zaun ermöglicht haben.

Griechenland

Athen und Thessaloniki waren keine neuen Städte für uns, weshalb wir uns nicht mit Sighseeing aufgehalten, sondern auf das Wesentliche konzentriert haben: Champions League und Europa League.

In der Nähe von Athen sahen wir Olympiakos Piräus gegen Juventus Turin in der Champions League. Vor dem Stadion gab es unzählige kleine Verkaufsstände für Wurst und Kebab und drinnen eine unheimlich laute und mitreißende Atmosphäre.

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In Thessaloniki erwarteten uns vom Regen überflutete Straßen, eine einstündige Busfahrt ohne Bewegungsfreiheit, dafür mit vielen Fans und deren Gesängen und der beste Hot Dog der Welt. Und nebenbei auch die Begegnung zwischen PAOK Saloniki und dem AC Florenz.

Bulgarien

Mit dem Nachtzug kamen wir im bulgerischen Winter an, der anscheinend bereits Ende Oktober beginnt. Es war kalt, verschneit und eigentlich hat nur ein Weihnachtsmarkt gefehlt.

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Wir sahen bei dichtem Schneetreiben das Stadtderby zwischen Lewski Sofia und ZSKA Sofia im übergroßen Wassil-Lewski-Stadion, Fans, die versuchten, sich gegenseitig mit Lechtraketen, Rauchbomben und Schneeballwürfen zu überbieten, einen versuchten Platzsturm und wenig guten Fußball.

Rostock

Ich kann gar nicht so weit zählen, wie wir in diesem Jahr in Rostock waren. Aufgrund unseres Nebenjobs als Hansa-Fans steht dieses Ziel relativ häufig auf dem Programm. Auch wenn es nicht immer leicht ist und in diesem Jahr selten Spaß gemacht hat, war das Ostseestadion natürlich Ziel Nummer Eins.

Ostseestadion

Die Rostocker Innenstadt, Warnemünde und Kühlungsborn können wir aber ebenfalls abhaken. Dazu kommen unglaubliche drei Weihnachtsmarktwochenenden und ein Abstecher von der Autobahn zum Vietnamesen am Hauptbahnhof.

Warnemünde

Ausblick

Was kommt 2015? Einen Winterurlaub wird es im nächsten Jahr nicht geben, dafür aber werden wir unseren guten Vorsatz brechen und doch einmal im Leben nach Mallorca reisen, um einen runden Geburtstag zu feiern. (Um welche runde Zahl es sich handelt, darf an dieser Stelle leider nicht verraten werden.)

Was kommt noch? Zugfahren nach Japan? Eine Reise durch Nordkorea? Fußball schauen in Südamerika? Eine spontane Zugreise nach Osteuropa? Wir wissen es noch nicht und sind genauso unentschlossen wie jedes Jahr. Wer einen guten Tipp hat oder über ein bestimmtes Ziel lesen will, kann sich gern bei uns melden…

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