Tag 1: Es fährt ein Zug nach Budapest

4. Juni 2011. 21:06 Uhr. Im EC 175 von Hamburg Hbf nach Budapest Keleti pu

14 Stunden 5 Minuten, (8:30 Uhr bis 22:35 Uhr), vier Länder, 1.256 km. So verbringen wir also unseren ersten Reisetag. 19 Halte hatten wir schon seit Hamburg Hbf, sechs kommen noch. Wir sind wahrscheinlich gleich an der slowakisch-ungarischen Grenze. Viermal wurde unsere Fahrkarte schon gestempelt, sechsmal kontrolliert. Die anderen Fahrgäste und die Durchsagen versteht man schon lange nicht mehr. Letztere werden seit der Abfahrt kontinuierlich leiser und damit wird auch die englische Übersetzung vollkommen unverständlich.

Los ging das Ganze heute Morgen um 6:45 Uhr. Aufstehen, anziehen, die letzten Sachen einpacken (Da fällt mir ein, dass ich unsere Koffer seit HH Hbf gar nicht mehr gesehen habe…) und los. Mit dem Bus zum Hauptbahnhof, mit Frühstück und Zeitung versorgen, Abfahrt pünktlich um 8:30 Uhr. Bis jetzt haben wir auch noch keine Verspätung.

Fahrkarte

Fahrkarte Hamburg – Bekescsaba

Mittag gab es in Dresden. Wegen Lokwechsel hatte Denis genug Zeit, uns zu versorgen. Wassernachschub habe ich hier im Zug gekauft – zwei Flaschen á 0,33 Liter für 4,80 Euro…also auch hier noch DB-Preise. Im ungarischen Speisewagen roch es – wie sollte es auch anders sein – nach Gulasch. Dort gab es in der Küche auch drei oder vier Herdplatten, wo noch ordentlich gekocht wird. (Im Gegensatz zur DB, wo es nur Fertiggerichte aus der Mikrowelle gibt.) Ein großer Topf Gulasch stand auch noch auf dem Herd.

Wir haben nun schon Berlin, Dresden, Prag und Bratislava hinter uns gelassen. Ansonsten ist aber noch nichts Spannendes passiert (außer dass ich im Scrabble gewonnen habe). Gerade eben wurde die Fahrkarte zum siebten Mal kontrolliert und man merke: In Ungarn wird nicht gestempelt, sondern mit Kuli Zugnummer und Datum vermerkt.

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