Tag 19: Eine Insel voller Stressvögel

21. Juni 2011. 22:13 Uhr. Zimmer 1 Villa Sigurata, Dubrovnik, Kroatien.

Zum Frühstück gingen wir wie geplant wieder zu Lady Pi-Pi. Da es um diese Uhrzeit schon echt warm war und das Restaurant noch höher liegt als unser Hotel und daher einige Treppen zu steigen waren, sind wir schon komplett durchgeschwitzt oben angekommen. Dafür waren Frühstück und Ausblick der Hammer.

Hafen von Dubrovnik

Hafen von Dubrovnik

Anschließend wollten wir auf die Stadtmauern steigen, die in Dubrovnik noch komplett erhalten sind. Der Ausblick wäre sicher noch toller gewesen als bei Lady Pi-Pi. Wir hatten allerdings nicht damit gerechnet, dass man für die Stadtmauern Eintritt zahlen muss. Und dann sollten es auch noch 70 Kuna (10 Euro) pro Person sein. Da es für diesen Preis weder Fahrstuhl noch Treppenlift gab, entschieden wir uns gegen den Aufstieg. Wollte ich jetzt ein Wortspiel machen, hätte ich geschrieben, dass wir in diesem Jahr ja eh schon aufgestiegen sind.

Da auch der Lift zum Berg Srd sehr weit und viele Stufen entfernt war, verzichteten wir für heute komplett auf Ausblick und gingen direkt zum alten Hafen. Denn dort fahren die Fähren ab, mit denen man zu den Inseln in der Umgebung reisen kann. Wir fuhren dann mit einer der Fähren zur Insel Lokrum, die nur ein paar hundert Meter vor Dubrovnik liegt.

Pfau auf der Insel Lokrum

Pfau auf der Insel Lokrum

Da es sich bei der kompletten Insel um ein Naturschutzgebiet handelt, gab es hier natürlich auch eine Menge Natur zu bestaunen. So liefen z.B. auf der ganzen Insel Pfauen herum, die sich jedoch schnell als ziemliche Nervvögel herausstellten, da sie die ganze Zeit nur umhergeschrien haben. Dafür können die allerdings weiter fliegen als man es bei ihrem Körperbau vermuten mag. Und sehr zutraulich waren sie auch noch. Die kamen schon mal auf einen zu, wenn man nichtsahnend herumlag und nichts Böses ahnte.

Außerdem waren im Wasser viele Fische zu sehen und die Felsen waren mit Korallen und Muscheln bewachsen. Baden gehen war dennoch erlaubt. Ins Wasser ging es über Leitern, die direkt an die Felsen gebaut waren. Da wir uns aufgrund des Wellenganges nicht ganz sicher waren, ob wir zu unserer Einstiegsleiter zurück kommen würden, entschieden wir, unsere Badelatschen mit ins Wasser zu nehmen. Diese mussten wir tragen, da die Felsen sehr kantig waren und nicht den Komfort eines Sandstrandes bieten konnten. Wir nutzten die Latschen als Handflossen, um sie nicht versehentlich zu verlieren. Nach den zweieinhalb Wochen Zugfahren, die wir ja nun schon hinter uns haben, war das Baden im Meer super entspannend.

Insel Lokrum

Insel Lokrum

Wir verbrachten den halben Nachmittag auf der Insel und zogen uns vor allem bei den Versuchen, aus dem Wasser zu steigen, noch die eine oder andere Schnittwunde zu.

Zurück ging es wieder mit der Fähre und einer deutschen – Entschuldigung, sächsischen – Hochzeitsgesellschaft an Bord. Es fällt auf, dass hier in Dubrovnik viele Amerikaner unterwegs sind. Und was noch viel schlimmer ist: Deutsche. Bei den ganzen Spießern, die hier herumlaufen, ist es kein Wunder, dass die ganze Welt glaubt, die Deutschen wären Kacke.

Wir aßen dann ein Eis im Dolce Vita, wo es so tolle Sorten gab, wie Schoko-Himbeer oder Apfelstrudel. Sehr lecker. Das Eis aßen wir auf der Treppe vor unserem Hotel, wo es echt ruhig und entspannt war.

Dubrovnik

Dubrovnik

Da das Mittelmeer sehr salzig ist, gingen wir duschen und hatten anschließend Abendbrot in Taj Mahal, wo es nur bosnisches Essen gab. Als Vorspeise hatten wir eine Platte Taj Mahal mit Wurst, Käse und frischem Brot, die schon fast gereicht hätte. Ich hatte dann noch eine Platte mit gegrilltem Gemüse und Denis Fleisch im Blätterteig. Das Taj Mahal lag in einer kleiner Seitenstraße, war aber im Gegensatz zu vielen anderen Restaurants sehr gut besucht und auch ein Tipp von Nikolina.

Anschließend waren wir noch mal am Hafen und hatten noch ein Eis im Dolce Vita und morgen geht’s weiter nach Sarajevo.

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