Tag 22: Abflug

7. Juli 2012. 20:20 Uhr. Flughafen Frankfurt, Deutschland.

Mit dem Airportbus ging es heute Morgen pünktlich um 9:00 Uhr los zum etwa eine Stunde entfernten Flughafen. Unser Flug sollte zwar erst um 12:45 Uhr gehen, aber in unseren drei Wochen in Südostasien haben wir gelernt, das Unerwartete zu erwarten.

Der Verkehr ist in Bangkok schließlich unvorhersehbar und wie lange die Sicherheits- und Passkontrollen dauern, dafür will auch niemand Gewähr übernehmen. Sicher ist also weiterhin sicher und so waren wir noch vor 10:00 Uhr am Flughafen und um 10:20 Uhr mit der Sicherheits- und der Passkontrolle durch. Na ja, man weiß auch nicht, was dazwischen gekommen wäre, wenn wir später dort aufgeschlagen wären.

Der Suvarnabhumi-Flughafen ist einer der größten und modernsten der Welt, also sollte es kein Problem sein, die Zeit herum zu bekommen. Wir frühstückten in Ruhe und hatten danach Kaffee und Muffins und dann war auch schon Boardingzeit. Unser Gate war laut Schild nur 130 Meter entfernt, aber es gab auch welche, die 800 Meter entfernt waren. Wenn man Pech hat, kann man also auch gerne mal eine Viertelstunde von der Sicherheitskontrolle zum Gate unterwegs sein.

Also rein ins Flugzeug und einen prüfenden, fachmännischen Blick auf den Flügel geworfen. Nein, diesmal lief kein Kerosin aus. Sehr gut! Dann konnte es also los gehen. Wir hatten einen ruhigen Flug mit nur wenigen Turbulenzen über dem Himalaya, angenehm viel Beinfreiheit und ein gutes Unterhaltungsprogramm mit Filmen, Serien, Musik und Videospielen. Die Mahlzeiten waren okay für Essen in der Luft, auch wenn die Bratwurst nicht gebraten war.

Smooth as Silk

Smooth as Silk

Ein Highlight waren die Kotztüten an Bord. Der Slogan von Thai Air ist „Smooth as Silk“, was als Spruch auf einer Kotztüte weniger wie Werbung, sondern eher wie ein guter Wunsch für den Gebrauch klingt.

Mittlerweile sitzen wir im Flugzeug von Frankfurt nach Hamburg und sind auch schon in der Luft. Noch eine halbe Stunde, dann sollten wir da sein. Endlich. Denn durch die Zeitumstellung hat unser Tag heute nämlich 29 Stunden, was wir auch an unserer Kondition merken. In Bangkok ist es mittlerweile ja auch schon nach 1:00 Uhr morgen früh.

Was bleibt also von dieser Reise? Viele tolle Eindrücke und Erlebnisse, einige Erkenntnisse und ein bisschen Sonnenbrand. Wir haben gelernt, dass man vor Mopeds keine Angst haben muss, die Straße kann man in der Rush Hour schließlich auch ohne Ampel überqueren und dass drei Wochen ohne Käse härter sind als gedacht. Gurte im Taxi sind überflüssig, Helmpflicht gilt erst ab 18 und man kann den öffentlichen Personennahverkehr wunderbar durch Mopedtaxis, Cyclos und Tuk-Tuks ersetzen.

Am schönsten ist es abseits der großen Städte, wo es Natur, Menschen und den einheimischen Alltag zu erleben gibt. Vietnam hat wunderschöne Strände, die leider gerade massiv touristisch erschlossen werden.

Vietnamesisch, Kambodschanisch und Thailändisch sind Sprachen, die auf Dauer Ohren- und Kopfschmerzen verursachen und anscheinend nicht leise gesprochen werden können. Wir haben uns tatsächlich schon gefragt, ob es anatomisch überhaupt möglich ist, zu flüstern, wenn man diese Geräusche mit dem Mund machen muss.

Auch denn der Flugausfall und der Gepäckverlust in Europa passiert sind, war der Beginn unserer Reise genau die richtige Einstimmung auf Südostasien.

Wir können die besuchten Länder nur als Reiseziele empfehlen, auch wenn man, wie schon erwähnt, ein bisschen schmerzfrei sein muss. Außerdem muss man ruhig bleiben. Dann wird der Urlaub in Südostasien auch ein Erlebnis, an das man sich immer gern erinnert. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

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