Teil 5: Von Prozessbüchern, gekochten Vögeln und deiner Mudda – Eindrücke aus Tiflis

Nachdem wir Tiflis am Vorabend mit anderthalb Stunden Verspätung erreicht hatten, führt unser erster Weg an diesem Tag erstmal zurück zum Bahnhof, um zu erledigen, was am Abend nicht mehr möglich war. Wir benötigen nämlich ein paar Fahrkarten, weil wir beschlossen haben, über das nächste Wochenende nach Baku zu fahren und anschließend weiter nach Jerewan.

Weil Baku in Aserbaidschan liegt und Jerewan in Armenien und beide Länder nicht mehr miteinander spielen, weil sie sich nicht einigen können, wem die Region Bergkarabach gehört, ist die direkte Grenze zwischen den beiden nicht legal passierbar. Und weil wir keine Zeit haben, beim illegalen Grenzübertritt erwischt zu werden und dann in irgendeinem Knast zu landen, müssen wir einen Umweg über Tiflis machen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir benötigen Fahrkarten für die Verbindungen Tiflis – Baku, Baku – Tiflis und Tiflis – Jerewan, allesamt Nachtzüge.

Der Plan fürs Wochenende

Service aus dem Lehrbuch

Am Bahnhof angekommen, ziehen wir also eine Nummer und warten darauf, dass die 70 Nummern vor uns abgefertigt sind. Nach einer Dreiviertelstunde sind wir schließlich an der Reihe und tragen der Dame jenseits der Scheibe unser Vorhaben vor.

Warte- und Schalterhalle am Bahnhof

Sie hört geduldig (oder uninteressiert?) zu und fragt schließlich: „Baku, which date?“ – „I wrote everything down here…“ antworte ich und schiebe den Zettel mit allen Daten durch die Reiche. „Baku, which date!“ Okay, okay, eine Abweichung vom Standardprozess ist offenbar nicht vorgesehen, also brav das Datum diktiert. Wir erhalten dann die freundliche Auskunft, dass internationale Verbindungen nur in bar bezahlt werden können. Niemand weiß, was das für einen Unterschied macht, aber es steht so im Prozessbuch, also nicht wundern. Daraufhin teilen wir uns auf – einer diktiert artig Daten und Städte, der andere sucht einen Geldautomaten.

Die Verbindungen von Tiflis nach Baku und Jerewan sind problemlos zu buchen, die Rückfahrt von Baku nach Tiflis nicht. Weil…ähm ja, geht halt nicht. Auf die Frage, wo wir diesen Zug stattdessen buchen könnten, bekomme ich ein uninteressiertes Achselzucken und die Antwort: „Baku?“. Oder mit anderen Worten: „Mir doch egal, sieh zu, wie du klar kommst!”.

Die Fahrkarten lassen sich jedenfalls später online über die Seite der aserbaidschanischen Bahngesellschaft reservieren und müssen nur in Baku am Bahnhof abgeholt werden. Keine Ahnung, warum das überhaupt nötig ist, denn es handelt sich um den gleichen Zug wie nach Baku (nur halt in die andere Richtung) und für den haben wir ja Fahrkarten erhalten.

Bevor wir dann aufbrechen, um die Stadt zu erkunden, wollen wir noch kurz ein Auto mieten, damit wir am nächsten Tag direkt morgens aufbrechen können, uns Georgien anzuschauen, ohne vorher noch irgendwo hineiern zu müssen. An der Autovermietung angekommen stellen wir fest, dass heute Sonntag ist und wir wohl doch am nächsten Tag nochmal in die Stadt eiern müssen. Das ist aber im Prinzip gar nicht so schlimm, denn damit bleibt uns jetzt mehr Zeit für Tiflis, und außerdem sind wir nun auch schon auf der Rustaveli Avenue und damit im Zentrum der Stadt.

Rustaveli & Co.

Die Rustaveli Avenue wird von vielen Reiseführern als Must-Go bezeichnet, ist im Grunde aber nur eine große Straße mitten in der Stadt, an der sich viele Geschäfte, das Parlament und die Oper befinden. An vielen Stellen haben ältere Herrschaften ihre alten Bücher und anderen Krimskram zum Verkauf ausgelegt und warten auf Kundschaft.

Rustaveli Avenue

Wer die Rustaveli Avenue oder andere größere Straßen überqueren möchte, sucht übrigens vergeblich nach einer Fußgängerampel. In Tiflis sind nämlich Unterführungen der Hit, die den Vorteil haben, dass niemand bei Rot stehen bleiben muss, man dafür aber in den unterirdischen Geschäften einkaufen kann.

Unterführung

Die Rustaveli Avenue mündet im Süden in den Tawisuplebis Moedani, den Freiheitsplatz mit einem Springbrunnen und einer goldenen Statute des Heiligen Georg, seines Zeichens Schutzpatron Georgiens, in der Mitte. Bis vor 28 Jahren stand hier noch Lenin und man nannte diesen Ort “Platz der Transkaukasischen Sowjetrepublik”.

In den letzten sechzig Jahren fanden am Freiheitsplatz immer wieder Demonstrationen und Putschversuche statt, die die innenpolitische Landschaft des Landes maßgeblich veränderten. Zuletzt wurden hier die Proteste der Rosenrevolution 2003 abgehalten, in deren Folge der Präsident abgesetzt wurde und die Opposition die Macht übernahm.

Früher Lenin, heute Georg

Schlauch vs. Elphi

Von diesem denkwürdigen Ort geht es durch einige Gassen und kleinere Straßen an das Ufer der Kura, dem längsten Fluss des Kaukasus. Gegenüber auf einem Hügel thront der Präsidentenpalast, in dem Präsident Giorgi Margwelaschwili höchstpersönlich wohnt und auf die Stadt blickt.

In Sichtweite des Palastes verbindet die Friedensbrücke beide Ufer der Kura miteinander. Die Brücke ist ausschließlich für Fußgänger zu nutzen und verfügt über ein geschwungenes Glasdach, das ihr ihr typisches Aussehen verleiht und sich nur bedingt in das durch Backsteinbauten geprägte Bild der Stadt einzufügen vermag. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Sehr gut gefüllt ist die Brücke allerdings jederzeit.

Friedensbrücke

Auf der anderen Seite der Kura befindet sich der Rike Park an dessen Rand ein futuristisches Gebäude, das aussieht wie zwei große abgeschnittene Schläuche aus Metall. Es handelt sich dabei um ein Gebäude, das eine Konzerthalle und Ausstellungssäle beherbergt, aber nur äußerst selten in Benutzung sein soll. Und zwar so selten, dass es bisher noch niemand für nötig hielt, die Umrisse des Gebäudes in dem Kartendienst eines großen Konzerns zu beschriften. [Mit diesen ganzen Schleichwerbungs- und Kennzeichnungspflichtvorschriften weiß ich jetzt gar nicht so genau, ob ich Google Maps einfach so ausschreiben darf.]

Aber dafür passt es baulich ganz gut zur Friedensbrücke und hat nur 40 Millionen Euro gekostet – das sind immerhin fast fünf Prozent der Elbphilharmonie. Hamburg könnte statt der Elphi zweiundzwanzig [Rechnerisch 21,65, aber da sollte doch ein bisschen Mengenrabatt drin sein, oder?] dieser abgefahrenen Schlauchhallen haben, in denen man zweiundzwanzigmal so viele Eintrittsgelder einnehmen könnte. [Entschuldigung, das war ein kurzer Ausbruch des Controllers in mir.]

Konzerthallenschlauch vor Präsidentenpalast

Gagimardschos (Prost!)

Weil wir heute mal keine Ausstellung abzuhalten haben, die niemand sehen soll, geht es nun weiter in Richtung Altstadt. Diese schmiegt sich an einen Berg, von dem aus die Statue der Mutter Georgiens über sie wacht, und beginnt in zwei kurzen Straßen voller Restaurants und Bars, die so große Terrassen haben, dass in der Mitte regelmäßig Staus entstehen, weil die Fußgänger einfach nicht durch kommen. Das ist einerseits zum Teil unpraktisch, andererseits aber ziemlich gesellig.

Altstadt

Die beiden Straßen trennt ein kleiner Platz, auf dem die Bronzestatue eines sitzenden Mannes mit einem Glas in der Hand steht. Es ist ein Denkmal für die wichtigste Person auf georgischen Feiern und Festen, den Tamada, und einen besseren Ort als zwischen den zahlreichen Restaurants und Bars hätte man sich eigentlich nicht dafür ausdenken können.

Der Tamada ist als Oberhaupt der Tafel für die Stimmung verantwortlich und soll die Gäste durch die Feier führen. Er sorgt für die Trinksprüche und gibt damit das Tempo vor, in dem getrunken wird. Das ist zu Beginn im besten Fall natürlich etwas erhöht, damit die Feier schnell in Fahrt kommt, und nimmt stetig ab, damit sie nicht zu schnell gegen den Baum fährt. Der Tamada muss redegewandt sein, ein gutes Gespür für Menschen und Stimmungen haben und sollte möglichst nicht schneller betrunken sein als die Gäste, denn Trunkenheit gilt als Schande.

Tamada

[Die georgische Tischkultur hat eine lange Tradition und ist viel zu komplex, als dass ich sie hier mal eben zwischen zwei Absätzen erläutern kann. Ich habe auf einem georgischen Reiseportal einen interessanten Artikel zu dem Thema gefunden, den ich euch wärmstens empfehlen kann. Meine beiden wichtigsten Erkenntnisse daraus: „Die Georgier verstehen Wein nicht als Alkohol sondern als eine Art Persönlichkeit[…]“ und „Das georgische Wort für „Tafel“ bedeutet auch „Altar“.“. Den Link zu diesem Beitrag findet ihr am Ende dieses Berichts unter „Zahlen und Fakten“.]

Warme Quellen und Fasane

Bevor wir endlich durch die Gassen der Altstadt den Berg hochlaufen, biegen wir einmal nach links ab, wo sich die Schwefelbäder befinden, deren Quellen der Stadt ihren Namen geben. Außer im Deutschen wird in fast allen anderen Sprachen der georgische Name der Stadt verwendet: Tbilisi (oder Tbilissi), was übersetzt “warme Quelle” heißt.

Der Sage nach wurde hier vor allem deshalb eine Stadt gebaut, weil im fünften Jahrhundert der georgische König in diesem noch unbewohnten Gebiet beim Jagen einen Fasan geschossen hat. Dieser ist dann zufällig in eine der heißen Quellen gefallen und war schon verzehrfertig durchgekocht als der König ihn schließlich fand. Ich persönlich halte das ja für die viel originellere Gründungsgeschichte als eine günstige Lage an einem wichtigen Handelsweg (jede Stadt an der Seidenstraße) oder zwei Geschwister, die ausgesetzt und von einer Wölfin gesäugt wurden (Rom).

Im Bäderviertel Abanotubani werden schon seit über 700 Jahren öffentlichen Schwefelbäder betrieben. Die meisten davon liegen unterirdisch und haben kuppelförmige Dächer, die sich auf Höhe des Bodens befinden und damit das Aussehen des Viertels prägen. In den Bädern werden private Räumlichkeiten mit eigenen Pools und Liegen vermietet und wir nehmen uns vor, das mal auszuprobieren, wenn wir noch irgendwann Zeit dafür finden.

Abanotubani – unter den Kuppeln befinden sich die Schwefelbäder

Hinter dem Bäderviertel verläuft ein kleiner Weg, an dessen Ende sich ein Wasserfall aus ebenjenem schwefelhaltigen Wasser, das aus den heißen Quellen kommt, befindet. Es ist seltsam, wir befinden uns mitten in Tiflis und es fühlt sich an als wären wir meilenweit davon entfernt. Von dem Trubel der Stadt, den Menschen und dem Verkehr ist hier nichts mehr zu hören. Stattdessen ist es im Schatten des Berges angenehm kühl und die Gischt des fallenden Wassers sorgt für etwas Frische auf der Haut.

Wasserfall mitten inne Stadt

Dzweli Tbilisi

Weil nun bereits genug davon die Rede war, dass die Altstadt an einem Berg liegt, und es keinen weiteren Grund gibt, uns davor zu drücken, laufen wir nun also durch deren Gassen nach oben auf den besagten Berg. Dzweli Tbilisi (Alt-Tiflis) entstand in seiner aktuellen Form erst im 19. Jahrhundert, was für eine Altstadt eigentlich ziemlich spät ist. Der Grund dafür ist, dass Georgien im Laufe seiner Geschichte oft erobert und die Altstadt zuletzt Ende des 18. Jahrhunderts durch die Perser zerstört wurde. Und nachdem der Wiederaufbau abgeschlossen war, hatte plötzlich schon das 19. Jahrhundert begonnen.

Altstadt mit Burgruine Nariqala und Seilbahn

Läuft man durch die schmalen Straßen, passiert man ausschließlich Häuser des traditionellen Tifliser Typs. Die Gebäude haben zwei bis drei Stockwerke und verfügen über viele große Balkone, die gern auch mal an der gesamten Fassade entlang führen und im Sommer den Mittelpunkt des Familienlebens bilden.

Viele der Anwohner verkaufen aus den Einfahrten ihrer Grundstücke heraus Kaffee, Eis oder frisch gepressten Granatapfelsaft. Manche machen daraus eine Familienveranstaltung oder nehmen nebenbei gemeinsam eine Mahlzeit ein. Außer den wenigen Touristen, die den Berg auf diesem Weg bezwingen [Theoretisch könnte man auch die Seilbahn nehmen, aber wo bleibt da der Schweiß?], stören nur die Bauarbeiten an einigen Häusern das perfekte Bild einer ruhigen Oase inmitten der größten Stadt des Landes.

Nariqala

Oben angekommen sind wir endgültig durchgeschwitzt, finden uns dafür aber vor der Festung Nariqala wieder, deren Name übersetzt “uneinnehmbare Burg” bedeutet. Nariqala wurde bereits gegen Ende des 3. Jahrhunderts gebaut, später der wichtigste Punkt zur Verteidigung der Stadt und war gar nicht so uneinnehmbar wie der Name es vermuten lässt. Neben den Georgiern waren nämlich auch schon die Araber, Mongolen, Türken und Perser die Burgherren und richteten sich ihren Vorstellungen entsprechend teilweise über mehrere hundert Jahre hier ein.

Als Georgien im 19. Jahrhundert bereits zum Russischen Reich gehörte, schlug ein Blitz in ein Pulverlager ein und zerstörte die Burg zu großen Teilen. Und weil so eine Burg zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unbedingt en vogue war, wurde sie mangels militärischer Notwendigkeit nicht wieder aufgebaut. Daher erreichen wir eher die Ruine der Festung als die Festung selbst.

Von hier oben haben wir einen tollen Blick auf die Stadt, die sich zwischen den Bergen durch das Tal schlängelt und deren Ende nicht absehbar ist. Tiflis ist insgesamt ziemlich flach bebaut, in einiger Entfernung sind ein paar höhere Gebäude zu sehen, aber in unmittelbarer Umgebung stechen nur die großen Kirchen aus dem Stadtbild heraus. Und natürlich das Ensemble aus Friedensbrücke und Konzerthalle, das sich aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur hervortut.

Die Wolken sagen übrigens nicht das geringste über die Temperatur aus.

Deine Mudda

Weiter geht es nun wenige Minuten zu Fuß zum anderen Highlight auf diesem Berg, der Mutter Georgiens. Oder wie wir Insider auf Georgisch sagen: Kartlis Deda. Na ja, eigentlich sagen wir “Mudda vons Ganze”, aber das muss ja nun wirklich niemand wissen.

Wie auch immer man sie nennen will, die Statue wurde zum 1.500-jährigen Stadtjubiläum eingeweiht und ist aus der Nähe noch imposanter als aus der Stadt heraus, wo sie weitläufig zu sehen ist. Mit dem Wein in ihrer linken Hand heißt sie Freunde willkommen und mit dem Schwert in der rechten die Feinde Georgiens.

Deine Mudda

Chroniken und Plattenbauten

Ebenfalls imposant, groß und auf einem Berg gelegen ist ein Monument, das in den Reiseführern “Chronicles of Georgia” genannt wird. Es handelt sich dabei um ein Denkmal im XXL-Format, das unter den Einheimischen gar nicht so bekannt ist und die Geschichte des Landes erzählen soll.

Chronicles of Georgia

Steht man vor dem 30 Meter hohen Denkmal, wirkt es allerdings nicht als würde die Geschichte erzählt, sondern geschrien, diktiert, indiskutabel in Stein gehauen. Mit harten Gesichtern schauen die ehemaligen Könige in die Gegend, auf den Sockeln zu ihren Füßen sind Szenen aus dem Leben Christi zu sehen. Das gesamte Bauwerk ist in schwarz gehalten und könnte auch als Kulisse für einen Kampf zwischen Harry Potter und Lord Voldemort herhalten.

Nochmal aus der Froschperspektive

Auf einer Seite des Monuments liegt der Tiflis-See, der der Stadt als Wasserspeicher dient, und daneben das, was für eine ehemals sowjetische Stadt im Bild von Tiflis bisher weitestgehend gefehlt hat: Plattenbauten. Dafür gibt es hier umso mehr davon. Bis zum nächsten Berg erstreckt sich dieser Randbezirk, in dem tausende von Menschen leben müssen.

Randbezirk

Tiflis

Für uns war es das erstmal von Tiflis, denn die nächsten Tage werden wir außerhalb der Stadt verbringen und nur zum Schlafen wieder kommen. Wir wohnen in dieser Woche nämlich in einer privaten Unterkunft im Stadtzentrum in einem der unzähligen Häuser mit Hinterhof, die den Straßenrand säumen. Am kleinen Tor zum Hof, das man kaum wahrnimmt, wenn man es nicht kennt, verkauft eine Anwohnerin frisches Obst und Gemüse, in einer Garage aus Maschendraht steht ein alter Lada und die Balkone wirken eher wie ein Raum, der fest zum Alltag dazu gehört. Es ist toll, hier zu wohnen – wir sind mitten in der Stadt, haben aber einen ruhigen Rückzugsort für die Nacht. Und unser Host gibt sich größte Mühe, uns den Aufenthalt in Tiflis so unkompliziert wie möglich zu gestalten.

Dabei ist Tiflis eigentlich gar nicht kompliziert. Es ist zum Beispiel die erste Großstadt, die wir kennenlernen, in der es keinen Mangel an Parkplätzen gibt. Statt über für alle Beteiligten nervige Fußgängerampeln überquert man die meisten Straßen durch eine Unterführung, die nebenbei als Marktplatz fungiert. Das Metronetz ist – zumindest für unsere Bedürfnisse – ausreichend ausgebaut, die Züge entsprechen dem Typ “Moskau” und auch die Rolle der Rolltreppenwärterin wird überall mit angemessenem Eifer und dem typischen eintastigen Telefon ausgeführt.

Sicherheit geht vor

Tiflis ist eine spannende Stadt und – obwohl die größte Stadt des Landes – eine der entspannteren Großstädte. Dass die Stadt sehr alt ist, ist kein Geheimnis. Dass der Wettlauf mit dem Verfall nur schwer zu gewinnen ist, leider auch nicht. Obwohl das alles seinen Charme hat, gibt es viel renovierungsdürfte Bausubstanz. Wir haben allerdings nicht das Gefühl, dass man den Wettlauf aufgegeben hat. Im Gegenteil, man versucht hier sein bestes.

Die Stadt und das ganze Land sind derzeit allerdings sowas wie der Geheimtipp unter den Reisenden, die abseits vom Mainstream Urlaub machen wollen. Darauf hat man sich hier bereits eingestellt und der Tourismus wird in den nächsten Jahren ein führendes Thema in der Stadtentwicklung sein. Es bleibt zu hoffen, dass das dem Charme nicht abträglich sein wird.

Zahlen und Fakten

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